Tottenham :Jose Mourinho über Trainerdebatte: "Wir sind erstaunliche Typen"

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"Ich denke manchmal, dass wir Trainer erstaunliche Typen sind, weil wir nicht zu viele... ich weiß nicht, ob ich die Worte benutzen kann... zu viele Schimpfwörter sagen", sagte Jose Mourinho während einer Medienrunde am Dienstag. In den letzten Wochen kam es am Rande von zahlreichen Spielen zu einigen emotionalen Statements.

Mourinho könnte mit seiner Aussage auf seinen Amtskollegen Jürgen Klopp angespielt haben, dessen Verhalten an der Seitenlinie er in der Vergangenheit in Frage stellte. Oder auf Mikel Arteta beziehungsweise Thomas Tuchel, der am vergangenen Wochenende mit seinem Nackenschlag für Callum Hudson-Odoi für kontroverse Diskussionen sorgte.

Hintergrund

"Ich denke, wir müssen kluge Jungs sein, unsere Emotionen unter Kontrolle haben und nicht die falschen Dinge sagen", führte Mourinho aus. Es sei nie einfach, besonders nach einer Niederlage. Manchmal werden dann Dinge gesagt, die für eine Kontroverse sorgen, manchmal kommt es zu Äußerungen, welche die Leute nicht verstehen.

"Wir können sogar richtig schlimme Dinge sagen, was bei mir nicht der Fall war, aber ich denke, dass zum Beispiel an diesem Wochenende einer meiner Kollegen mit seinen Worten ein bisschen zu weit gegangen ist", so Mourinho. "Aber das ist eine andere Geschichte. Weil er nicht Jose Mourinho ist, ist das kein Problem."

Auch Mourinho reagierte in den letzten Wochen zunehmend gereizter. Während der Einzug in das Achtelfinale der Europa League ohne Probleme gelang, sind die Spurs nach nur einem Sieg und fünf Niederlagen aus den letzten sechs Spielen in der Premier League auf Platz 9 durchgereicht worden.

"Manchmal gibt es also Momente der Frustration und ich denke, die Interviews nach dem Spiel sind der perfekte Ort für einen Trainer, um nicht die richtigen Dinge zu sagen oder um Zweifel zu hinterlassen", sagte Mourinho.

"So wie heute, bei der Pressekonferenz vor dem Spiel, denke ich, dass man alles, was wir sagen, Wort für Wort nachvollziehen kann, weil wir ruhig sind, kein Druck, kein Adrenalin, aber nach dem Spiel ist es nicht einfach für uns."

Tottenham tritt am Sonntag (15 Uhr) gegen Burnley an. Ein Sieg ist Pflicht, wollen die Spurs es noch in die Champions League schaffen.

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