Transfermarkt im Sommer 2020 :Transfers in Corona-Zeiten: Fällt die 100-Millionen-Marke?

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Foto: Romain Biard / Shutterstock.com

In Deutschland ist die Bundesliga-Saison 2019/20 Geschichte. Zum 1. Juli liefen zahllose Verträge aus und bringen auch in anderen Nationen das Transfer-Karussell wieder ans Drehen. Ob dabei in diesem Sommer und den Folgejahren wieder Top-Transfers von 100 Millionen Euro und mehr in Aussicht stehen, ist in der aktuellen Situation jedoch sehr unwahrscheinlich.

Die Sommer-Transferperiode 2020 dauert vom 15. Juli bis zum 5. Oktober und somit zweieinhalb Monate. Schon jetzt halten genügend Spekulationen das Geschäft am Laufen und wecken bei vielen Fans die Hoffnung, ab Herbst neue Stars im Stadion bewundern zu dürfen.

Da viele Vereine für das laufende Geschäftsjahr coronabedingt einen Verlust vermelden musste, fallen vielerorts die Ausgaben für neue Spieler voraussichtlich geringer aus. Eine Taktik ist die Verstärkung durch ablösefreie Spieler, wie es Borussia Dortmund mit der Verpflichtung von Thomas Meunier (28, kam von Paris Saint-Germain) vorgemacht hat.

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Griezmann und Co.: Mehrere 100-Mio-Wechsel im Sommer 2019

Zum anderen dürfte beim Kauf von Spielern gegen Ablösesummen stärker auf den Preis geachtet werden. Verpflichtungen wie im vergangenen Sommer, als beispielsweise Eden Hazard (100 Millionen Euro, von Chelsea zu Real Madrid), Antoine Griezmann (120 Millionen Euro, von Atletico Madrid zu Barça) oder Joao Felix (126 Millionen Euro, von Benfica Lissabon zu Atletico Madrid) die Vereine für dreistellige Millionen-Ablösen wechselten, scheinen tabu zu sein.

Hintergrund


Tauschgeschäfte oder Ausleihen - Juve und Barça vereinbarten jüngst einen Tausch (Miralem Pjanic gegen Arthur) dürften vermehrt auftreten. Eins scheint klar: Der Transfermarkt verändert sich durch Corona.  Davon geht auch eine Analyse von Betway Sport aus. Das Fazit: Die Marktwerte der Spieler sind durch die Krise deutlich gesunken.

Auch wenn Mega-Deals für über 100 Millionen Euro derzeit nicht in Sicht sind und Klubs in Deutschland eher konservativ planen dürften, können einige Klubs dank ihrer Geldgeber weiterhin hohe Summen auf den Tisch legen.

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Chelsea und PSG gaben bereits viel Geld aus

Paris Saint-Germain, großzügig aus Katar unterstützt, kaufte bereits Mauro Icardi für 55 Millionen Euro von Inter Mailand und soll weitere Stars im Visier haben. Der FC Chelsea mit Oligarch Roman Abramowitsch im Rücken machte jüngst die Verpflichtung von Timo Werner (55 Millionen Euro, RB Leipzig) klar. Die Blues haben zudem Kai Havertz von Bayer Leverkusen auf dem Zettel. Der deutsche Nationalspieler, der auch von Real Madrid umworben wird, könnte einer von wenigen Kandidaten sein, für die in diesem Sommer die 100-Mio-Marke geknackt werden.

Kylian Mbappe, der seit Jahren auf dem Wunschzettel  von Real-Präsident Florentino Perez (73) steht, würde nochmal deutlich mehr kosten, daher ist ein Vereinswechsel in diesem Sommer kein Thema. Real will 2021 einen Anlauf wagen.

Eine Rückkehr von Neymar zum FC Barcelona - PSG fordert angeblich 170 Millionen Euro - ist ebenfalls nicht zu erwarten. Barça-Präsident Josep Maria Bartomeu erklärte jüngst, ein Neymar-Comeback sei "unwahrscheinlich."

Ein vierter Kandidat, der grundsätzlich auch in diesem Sommer über 100 Millionen Euro einbringen könnte, ist Jadon Sancho. Der Dortmunder steht bei Manchester United auf dem Einkaufszettel. Allerdings schreckt die Forderung des BVB (120 Millionen Euro) selbst den reichen englischen Rekordmeister ab. United will lieber warten, bis der Preis sinkt. Das dürfte angesichts von Sanchos 2022 auslaufendem Vertrag im Sommer 2021 der Fall sein.

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