Attacke gegen Lieblingsgegner :Verbales Gewitter: Uli Hoeneß schießt Giftpfeile in Richtung Dortmund

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In den vergangenen Jahren hatte Borussia Dortmund den ein oder anderen Hochtalentierten zu sich geholt. Aktuellstes Beispiel ist der erst 17-jährige Jude Bellingham, der vor wenigen Wochen für mehr als 20 Millionen Euro verpflichtet wurde. Uli Hoeneß kann dem Dortmunder Vorgehen auf dem Transfermarkt nichts Positives abgewinnen.

"Wenn Dortmund einen hochtalentierten Spieler kauft und er gut spielt, kann man wenige Monate später entweder aus dem Klub selbst oder von außerhalb hören, dass er irgendwann ein Verkaufsobjekt darstellen wird", sagt der Ehrenpräsident des FC Bayern in der FAZ.

Und weiter: "Wie soll ein Spieler die DNA eines Vereins hundertprozentig aufsaugen, wenn er das Gefühl hat, ein Verkaufsobjekt zu sein? Bei uns gibt es das überhaupt nicht. Wir holen Spieler für Bayern München. Und niemals, um daraus Geschäfte zu machen."

Hoeneß vertritt die Meinung, dass dem BVB so in wichtigen Spielen zehn Prozent Leistung abgehen könnte. Ein Spieler müsse das Gefühl haben: "Ich bin Bayern forever", so der 68-Jährige. Als Beispiel nennt er den Münchner Superstar Robert Lewandowski.

Der Bundesliga-Torschützenkönig sei einst auf Hoeneß zugekommen und habe angemerkt, dass dieser unbedingt mit Pini Zahavi sprechen müsse, der damals in Lewandowskis Management eingestiegen war. Hoeneß habe gesagt, dass sein nächster Termin der 3. September sei – also nach dem Ende des Sommertransfermarkts.

Hintergrund


Im Zuge dessen sei es sehr wichtig, dass Spieler und vor allem deren Agenten wissen, dass man nicht weich werde, weil dies sonst nur Unruhe bringe. Hoeneß bringt dem BVB am Ende aber sogar noch lobende Worte entgegen.

"Im Sponsoring kommen sie an uns überhaupt nicht heran, aber damit haben sie unseren finanziellen Vorsprung ganz schön ausgeglichen", sagt Hoeneß, der ein Beispiel nennt: "Mit Sancho war bei uns alles klar, aber im letzten Moment entschied er sich für Dortmund."