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Paris Saint-Germain :Verletzung von Neymar: Ärzte-Zoff zwischen PSG und Selecao

  • Fabian Biastoch Dienstag, 29.01.2019

Zwischen Paris Saint-Germain und dem brasilianischen Verband herrscht Medienberichten zufolge eine Ärztedebatte um Superstar Neymar.

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Wie schwer Neymar wirklich verletzt, ist noch immer nicht klar. Es wird über einen langen Ausfall spekuliert.

Der französischen Sporttageszeitung L'EQUIPE zufolge sind angesehene Mediziner aus drei Ländern in Neymars Diagnose involviert.

Neben den Vereinsärzten von PSG ist Selecao-Doc Rodrigo Lasmar eingebunden. Zudem habe Thomas Tuchel einen deutschen Experten zurate gezogen.

Lasmar hatte den Superstar von Paris Saint-Germain schon im vergangenen Jahr am Fuß operiert. Nun soll sich der Teamarzt der Selecao ein Bild machen.

Brasiliens Teammanager Gaspar sagte: "Neymar ist ein Spieler von PSG. Wir müssen ihre Entscheidungen respektieren, aber unser Arzt steht ihnen mit Ratschlägen zur Seite."

Schnell machten Meldungen die Runde, dass es sich abermals um eine Fraktur des Mittelfußes handele – wie vor einem Jahr, aber weniger schwerwiegend.

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Tuchel wollte die Berichte nicht kommentieren, zeigte sich aber zuletzt besorgt um seinen Superstar.

"Es wird super schwer", sagte er nach dem 4:1-Ligasieg gegen Stade Rennes am Sonntagabend mit Blick auf das Champions-League-Achtelfinale gegen Manchester United.

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Einige Medien schrieben von einem Ausfall bis weit in den März hinein. Sogar ein vorzeitiges Saisonende ist im Gespräch.

"Es wird super kompliziert, super schwer. Das ist klar", sagte Tuchel weiter. "Aber ich hoffe, ich hoffe noch. Ich verliere nicht den Glauben. Dennoch wird es sehr schwierig – das ist sicher."

Auch mit Blick auf die Copa America wird die Zeit eng. Brasiliens Nationaltrainer Tite, der derzeit auf Stippvisite in Europa ist, eilte bereits am Sonntag zu seinem Kapitän.

Er werde kein Risiko mit einer voreiligen Berufung Neymars für die März-Länderspiele eingehen, betonte der Coach.

Und der 57-Jährige weiter: "Ich verliere vielleicht meinen Job, aber ich werde nicht die Verantwortung dafür übernehmen, ihn spielen zu lassen, wenn er verletzt ist. Seine Verletzung macht mich traurig, aber ich will nichts überstürzen."

Zwischen den Verbandsärzten und den PSG-Docs soll Uneinigkeit über Neymars bestmögliche Reha-Maßnahme herrschen.

Die Ärzte von PSG raten zur Operation, die Brasilianer empfehlen eine konservative Therapie.

Vor einem Jahr war es noch anders: Der Verband drängte mit Blick auf die WM 2018 auf eine Operation, PSG wollte eine konservative Behandlung.

Wer sich nun durchsetzt, oder ob die Experten auf einen gemeinsamen Nenner kommen, bleibt abzuwarten.

Neymar musste vor rund einer Woche im Pokalspiel gegen Racing Straßburg (2:0) angeschlagen vom Feld, nachdem er mehrmals hart gefoult worden war.

Als warnendes Beispiel dürfte Manuel Neuer gelten. Der deutsche Nationalkeeper hatte nahezu die komplette vergangene Saison nach seinem dritten Mittelfußbruch innerhalb von acht Monaten verpasst.

Zwar ist der Bayern-Torwart jetzt wieder fit, dennoch muss er sich immer wieder Fragen nach seiner Form gefallen lassen.

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