FC Barcelona :"Viele Lügen": Lionel Messi spricht Klartext


Lionel Messi (31) hat Stellung bezogen zu den Behauptungen, er mische sich in die Aufstellung der argentinischen Nationalmannschaft ein.

  • Fabian BiastochSonntag, 31.03.2019
Foto: A.RICARDO / Shutterstock.com
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In Spanien wird Lionel Messi umjubelt, in seiner Heimat mitunter angefeindet. Nun erklärt sich der Star des FC Barcelona.

"Ich habe mich daran gewöhnt, was sie über mich erzählen, sie machen immer alles an mir fest", sagte er dem Radiosender 94,7.

"Nichts überrascht mich, es werden viele Lügen erzählt, und das macht mich wütend, weil diese Leute glauben, was sie da erzählen."

Zuletzt gab es heftige Kritik nach dem Test Argentiniens gegen Venezuela.

Nicht nur die 1:3-Pleite verärgerte die stolzen Gauchos, sondern auch der Fakt, dass Lionel Messi sich in der Partie verletzte und anschließend gegen Marokko nicht auflief.

In seiner Heimat wird sogar an der Blessur gezweifelt. Der 31-Jährige stellte aber klar, dass er seit Dezember an der Leistenverletzung laboriere und diese auch "kompliziert" sei.

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Er fühle sich besser, "aber ich muss auf mich aufpassen".

Seit jeher kämpft Messi mit der Anerkennung in Argentinien und wird immer wieder mit Legende Diego Maradona verglichen. Während der "Floh" auf Vereinsebene viel erfolgreicher als Maradona ist, wurde der heute 58-Jährige mit der Albiceleste 1986 Weltmeister.

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Ein Titel, den Messi 2014 in Brasilien und auch 2018 in Russland nicht gewinnen konnte.

"Nur" den Olympiasieg 2008 hat Leo Messi mit der Albiceleste geholt.

Nach der letztjährigen WM trat er sogar aus der Nationalelf zurück, hatte keine Lust mehr auf den Druck, die Reisen und den Ärger.

"Nach der WM wollte ich mich einsperren, mich mit meiner Familie aus dem Staub machen und alles vergessen."

Er habe sich isolieren wollen von allem, "inklusive der Nationalmannschaft", so der fünffache Weltfußballer.

Und weiter: "Viele Leute haben gesagt, ich soll nicht zurückkommen und mein Sohn hat mich gefragt, warum sie mich in Argentinien zerstören wollen."

Nach 250 Tagen erfolgte dann das Comeback. Einen eigenen Einfluss auf diesen Schritt wies er mit Sarkasmus zurück.

"Ich manage praktisch die gesamte AFA (argentinischer Fußballverband, Anm. d. Red.)", übertrieb er.

"Es ist verrückt, dass Leute behaupten, mein Vater würde die Nationalelf managen oder das Sagen bei der AFA haben. Meine Familie und Freunde leiden wegen dieser Lügen."

Das Fazit von Lionel Messi ist daher ganz eindeutig: "Jeder darf alles sagen, die Leute glauben es – und dann bin ich der böse Bube."

Messi wird seit Jahren nachgesagt, dass er den jeweiligen argentinischen Nationaltrainern in die Aufstellung reinrede und sich für die Nominierung von befreundeten Landsleuten stark mache.

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