Ex-Barça-Profi :"War ein Idiot": Alexander Hleb legt Barça-Geständnis ab

aleksandr hleb 2019 07 01
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Die damals noch stolze Summe von 17 Millionen Euro wendete der FC Barcelona im Transfersommer 2008 für Alexander Hleb auf – und wurde bitter enttäuscht.

Der Weißrusse ließ alles, was er zuvor beim FC Arsenal oder auch dem VfB Stuttgart zeigte, auf sämtlichen Ebenen vermissen.

Es sei allein seine Schuld gewesen, dass er damals keinen Erfolg hatte, blickt Hleb während eines Gesprächs mit der spanischen Nachrichtenagentur EFE auf sein Gastspiel im Camp Nou zurück.  Ein Bedürfnis war es ihm offenbar klarzustellen, dass es damals nicht an Pep Guardiola gelegen habe.

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"Er (Guardiola; Anm. d. Red.) hat alles getan, um mir zu helfen, mich schnell an das Land und die Gruppe anzupassen und die Sprache zu lernen", lüftet Hleb, dass sein damaliger Trainer viel für ihn getan hatte. Der sechsmalige weißrussische Fußballer des Jahres wusste dies allerdings nicht zu schätzen.

"Ich selbst benahm mich wie ein Idiot. Die Mannschaft war sehr gut. Ich bedauere heute, nicht Spanisch gelernt zu haben", so Hlebs ehrlicher Rückblick.

Gleich in seiner ersten Barça-Saison holten Hleb und Kollegen das Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League.

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Hlebs Anteil daran war ausbaufähig. Den Großteil fristete er ein Bankdasein, letztlich standen aber immerhin 36 Pflichtspiele mit drei Vorlagen in seinem persönlichen Lebenslauf.

Von der damaligen Zusammenarbeit mit Guardiola äußert sich Hleb schwärmend. Der heute 38 Jahre alte Fußballrentner bezeichnet Guardiola als "großartigen" Trainer.

Dass Hleb oftmals durch das Raster fiel begründet er darin, dass Guardiola schnellen Erfolg wollte: "Wenn elf Spieler auf hohem Niveau spielen, willst du auch keine Änderungen mehr vornehmen."

Die absolvierten Trainingseinheiten sind Hleb ebenfalls in guter Erinnerung geblieben. Das Training mit den Spielern sei unglaublich gewesen, Xavi Hernandez habe sich keine Fehler erlaubt. "Wie ist das möglich", fragt sich Hleb nach zwölf Jahren immer noch.