Borussia Dortmund :Watzke über Tuchel: Freunde werden wir nicht mehr

hans joachim watzke 2020
Foto: Marcel Paschertz / Shutterstock.com

Mit Paris Saint-Germain gastiert Thomas Tuchel bei Borussia Dortmund. Ein Wiedersehen unter Freunden wird es nicht, wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke unmissverständlich klarstellte.

"Wir haben zwei Jahre gut zusammengearbeitet, und zum Schluss wurde es etwas zäh. Wir werden auch sicherlich keine großen Freunde mehr im Leben", sagte der Geschäftsführer der Schwarz-Gelben vor dem Champions-League-Achtelfinalduell gegen PSG bei DAZN.

Emotionen verspüre er nicht, so Hans-Joachim Watzke weiter. "Es kommt ja nicht Jürgen Klopp zurück."

Thomas Tuchel und Borussia Dortmund hatten sich nach dem DFB-Pokalsieg 2017 getrennt.

Hintergrund


Watzke und der Coach waren über den Umgang mit dem Bombenanschlag auf den Dortmunder Mannschaftsbus im April des gleichen Jahres öffentlich aneinander geraten.

Für Watzke sei der PSG-Coach dennoch ein "großartiger Trainer. Und wenn ich ihn sehe, werde ich ihn sicherlich begrüßen, und ich denke, dass er das auch tun wird."

Für das Spiel gegen die Franzosen sieht Watzke die Favoritenrolle ganz klar bei Tuchel und seiner Star-Elf.

"Was er in der Offensive für Möglichkeiten hat – so etwas gibt es vielleicht kein zweites Mal im europäischen Fußball. Das ist schon der Wahnsinn", schwärmte der 60-Jährige.

Zugleich habe Paris aber auch "Druck auf dem Kessel. PSG und die Investoren aus Katar wollen mehr als das Achtelfinale erreichen. Wenn wir zwei gute Tage erwischen, haben wir eine Chance, Paris auszuschalten. PSG ist aber sicherlich favorisiert", erklärte Watzke.

Großen Anteil an einem möglichen Sieg gegen die Pariser soll Erling Haaland haben. Der junge Norweger hat auch Watzke schon früh beeindruckt.

"Er ist noch sehr jung, hat aber einen riesigen Willen. Er bringt die körperlichen Attribute mit und ist extrem fokussiert ... Er ist charakterlich einwandfrei und hat einen unbändigen Willen. Auch im Training! Das ist eine gute Geschichte", freute sich der Boss über den Coup, den der BVB im Januar landete.

Als großes Vorbild dient den Dortmundern noch immer Jürgen Klopp. Die Arbeit seiner Mannschaft sei "beispielhaft".

Beim FC Liverpool würden auch Sadio Mane, Mohamed Salah und Roberto Firmino nach hinten arbeiten, was nicht jedem Team so gelinge.

"Wir müssen gieriger sein, unser Tor zu verteidigen. Und nicht nur gierig sein, das nächste Tor zu erzielen. Das ist der entscheidende Punkt", fasste Watzke zusammen.

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