Wechsel der Nationalmannschaft :Für Spieler wie Bojan Krkic: FIFA plant Reform bei Verbandswechsel

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Stand jetzt ist es so, dass Spieler, die zwei Staatsbürgerschaften haben, sich mit einem Pflichtspiel für Nation A "festgespielt" haben und nicht mehr für Nation B auflaufen können.

Der kapverdische Nationalverband hat nun mit einem Antrag womöglich für eine Reform gesorgt. Demnach sollen Fußballer, die zwar bereits ein oder zwei Spiele für eine Nation absolviert, dann aber keine Chancen auf mehr haben, den Verband noch wechseln können.

Ein Beispiel wäre Bojan Krkic, der einst zwei Partie für Spanien absolvierte, dann aber nicht mehr beachtet worden ist. Ein Antrag des serbischen Verbandes, den 27-Jährigen "zu verpflichten" scheiterte an der FIFA. Mit der Reform könnte Krkic auch für Serbien auflaufen.

Der Kanadier Victor Montagliani, Vorsitzender der FIFA-Kommission der Interessengruppen des Fußballs, stellt zudem auch eine Verlängerung der Fünfjahresperiode bei eingebürgerten Spielern in den Raum.

Bislang müssen Spieler, die eine neue Staatsbürgerschaft annehmen, deren Eltern oder Großeltern aber nicht auf dem Gebiet des Verbandes geboren worden sind, nach dem 18. Geburtstag fünf Jahre auf dem Gebiet des Verbandes gelebt haben.

Hintergrund


In Deutschland ist Gerald Asamoah ein Beispiel dafür, der in Ghana geboren wurde, aber seit seinem 12. Lebensjahr in Deutschland wohn und 2001 eingebürgert wurde. Der langjährige Schalker absolvierte zwischen 2001 und 20006 43 Länderspiele und erzielte sechs Tore.

Auch bei Jugendspielern, die die U-Nationalmannschaften und somit die Ausbildung bei Nation A absolvieren, dann aber im Herrenbereich für Nation B auflaufen, soll es Änderungen geben.

Wie im Fall Ömer Toprak, der mit der deutschen U19 noch Europameister wurde, später dann aber für die Türkei spielte. In einem solchen Szenario soll der ausbildende Verband eine Entschädigung bekommen.