Weltweit :Spielhallen-Wirbel: Ex-Inter-Stürmer Gabigol entschuldigt sich

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Foto: A.PAES / Shutterstock.com
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Am frühen Morgen des vergangenen Sonntags wurde die Polizei über eine Party in einer illegalen Spielhalle in Sao Paulo informiert. Beim Einrücken stellten die Beamten fest, dass sich unter den Feiernden Fußballstar Gabriel Barbosa, Spitzname Gabigol, befindet.

"Es gab einen Mangel an Sensibilität meinerseits", erklärt Barbosa gegenüber GLOBOESPORTE . "Ich entschuldige mich bei den Flamengo-Fans, bei allen Kindern in Brasilien, die mich mögen, bei den Menschen in Sao Paulo, weil ich im Unrecht war." Gabigol wurde mit auf die Polizeiwache genommen, danach aber wieder freigelassen.

Glücksspiel ist in Brasilien illegal und die Versammlung verstieß auch gegen die Maßnahmen aufgrund der Coronavirus-Pandemie. Das südamerikanische Land ist weltweit die mit am schlimmsten betroffene Nation, in der knapp 300.000 mit oder an Corona verstorben sind.

Er spiele sonst nie, versichert Gabigol, das Einzige, was er spiele, seien Videospiele. Er sei kein Mensch, der sonst solche Storys schreibe. Außerdem sei der Flamengo-Star jemand, der nicht gegen die geltenden Coronaregeln verstoße. "Ich war die ganze Zeit zu Hause. Es war mein letzter freier Tag."

Er habe sich lediglich mit Freunden getroffen und etwas gegessen, sagt der Brasilianer. Er hätte allerdings wissen müssen, dass es nicht der perfekte Ort dafür gewesen war. "Ich trug immer eine Maske, ich hatte Gel-Desinfektionsmittel", versichert Gabigol. "Aber ich habe einen Fehler gemacht, ich entschuldige mich. Ich bin sehr jung und ich weiß, dass ich Fehler machen werde. Ich muss lernen."

Hintergrund


Nach dreieinhalb erfolglosen Jahren bei Inter Mailand wechselte Gabigol vor etwas mehr als einen Jahr auf permanente Basis zu Flamengo, das rund 18 Millionen Euro Ablöse zahlte. Es war die teuerste Ablöse, die ein brasilianischer Klub je für einen Spieler zahlte.

Berichte, nach denen sich der 24-Jährige unter einem Tisch versteckt habe, um nicht verhaftet zu werden, bestreitet er: "Hätte ich mich versteckt, wäre ich nicht so gegangen, wie ich es tat, mit erhobenem Kopf. Ich stieg in das Polizeiauto, wie sie es verlangten, und ging zur Polizeistation, um meinen Bericht über die Ereignisse abzugeben."