Weltweit :Tod von Diego Maradona: Schwere Vorwürfe gegen Ärzte erhoben

diego maradona 2019 07 08
Foto: Andrew Makedonski / Shutterstock.com
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Dahiana Madrid war für die Pflege des Argentiniers zuständig und geriet durch die Ermittlungen selbst in die Kritik. Ihr Anwalt Rodolfo Baque schießt nun auf die Mediziner.

"Am Ende gab es viele Warnzeichen, dass Maradona sterben würde, in mehr oder weniger als einem Tag. Und keiner der Ärzte hat etwas getan, um es zu verhindern."

Darüber hinaus seien bereits vorher gravierende Behandlungsfehler aufgetreten. Maradona, der durch seinen erhöhten Drogenkonsum schon seit längerem unter Herzproblemen litt, wurde nach einer Operation am Gehirn mit Medikamenten behandelt, die seine Herzfrequenz in die Höhe katapultierten. Für Rodolfo Baque müssen die Ärzte deshalb bestraft werden. "Sie haben ihn getötet."

Hintergrund


Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen insgesamt sieben Tatverdächtige, die des Totschlags beschuldigt werden, weil sie ihrem Patienten die angemessene Behandlung verwehrten und damit sein Schicksal besiegelten.

Sollte es zu einem Verfahren kommen, drohen den Angeklagten neben einem jahrelangen Prozess bis zu 25 Jahre Gefängnis. Und das in einem Land, das Maradona wie einen Gott verehrte. Keine rosigen Aussichten.