Weltweit :Unterlassene Hilfeleistung: Ärzteteam droht nach Tod Maradonas lange Haftstrafe

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Foto: ZUMA Press / imago images
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Maradona machte nach dem Ende seiner Spielerkarriere vor allem durch negative Schlagzeilen auf sich aufmerksam. Er unterstützte diktatorische Machthaber wie Tschetscheniens aktuellen Präsidenten Ramsan Kadyrow und wurde 2009 als damaliger Nationaltrainer Argentiniens von der FIFA für zwei Monate gesperrt, weil er die Medienvertreter übel beschimpft hatte.

Am häufigsten fiel er allerdings durch seine Kokain-Exzesse auf. Dass sein Herz diesen körperlichen Anstrengungen nach den vielen Jahren des Drogenkonsums nicht mehr Stand hielt, überraschte die wenigsten Beobachter. Im Jahr 2000 musste der ehemalige Stürmer nach einer Kokain-Überdosis bereits mit einem Herzinfarkt eingewiesen werden.

Hintergrund

Die französische Nachrichtenagentur AFP hat aus Insiderkreisen erfahren, dass dem medizinischen Personal, das Maradona betreute, nun fahrlässige Tötung vorgeworfen wird.

Die mangelhafte Betreuung könnte die Ursache für das Ableben des 60-Jährigen gewesen sein, der sich über 12 Stunden im Todeskampf befunden haben soll. Außerdem wussten die Ärzte vom Alkohol- und Drogenmissbrauch, unterließen jedoch entsprechende Maßnahmen.

Zwei Töchter Maradonas brachten mit ihrer Anklage gegen Leopoldo Luque den Stein ins Rollen, weil sie dem Neuropsychologen die Schuld am schlechten Gesundheitszustand ihres Vaters gaben. Sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen den Angeklagten bis zu 25 Jahre Haft.

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