Nach Ausraster :"Wie ein Dummkopf": Neymar zeigt Reue - und teilt aus

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Für Neymar war es am Wochenende Spiel eins nach seiner Corona-Infektion – und wohl das letzte für einen längeren Zeitraum. Beim 0:1 gegen Olympique Marseille hatte der Brasilianer Gegenspieler Alvaro Gonzalez inmitten einer Rudelbildung auf den Hinterschopf geschlagen.

Aus den teils wüsten Szenen resultierten fünf Platzverweise, einer davon ging an Neymar. Der 28-Jährige soll sich während des Spiels mehrfach beim Referee über den Rassismus, der von Gonzalez ausging, beschwert haben.

"Der Typ war ein Dummkopf. Aber ich habe mich auch wie ein Dummkopf verhalten, weil ich mich darauf eingelassen habe", schreibt Neymar auf seinem Instagram-Profil. Die Einsicht über sein unpassendes Verhalten ist schon mal gegeben, den Kampf gegen Rassismus will der Starspieler allerdings nicht aufgeben.

"Ich dachte, ich könne nicht gehen, ohne etwas zu tun, weil mir klar wurde, dass die Verantwortlichen nichts tun, die Tatsache nicht bemerken oder ignorieren würden", so Neymars Statement.

Im Fußballsport seien Aggressionen, Beleidigungen und Flüche Teil des Spiels, so dass er Gonzalez (im Post als "dieser Kerl" bezeichnet) sogar teilweise verstehen könne, weil es zum Spiel eben dazugehöre. Aber: "Rassismus und Intoleranz sind inakzeptabel."

Hintergrund


Und weiter: "Hätte ich es ignorieren sollen? Ich weiß es noch nicht. Heute, mit kühlem Kopf, würde ich Ja sagen. Aber in dem Moment haben meine Teamkollegen und ich die Schiedsrichter um Hilfe gebeten und wurden ignoriert."

Neymar lässt außerdem verlauten, dass er die Strafe gegen sich akzeptieren werde und gleichzeitig hoffe, dass Gonzalez ebenfalls zur Rechenschaft gezogen wird: "Rassismus existiert. Er existiert. Aber wir müssen ihn stoppen. Nie mehr. Genug!"