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Kritik am katalanischen Coach :"Wir alle sind in einer Chat-Gruppe, alle bis auf einen: Pep Guardiola"

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Foto: Oleksandr Osipov / Shutterstock.com
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Pep Guardiola ist ein bekennender Katalane, er demonstrierte bereits für ein unabhängiges Katalonien. Santiago Canizares (50), der einst mit Guardiola in der spanischen Nationalmannschaft spielte, kennt den Cheftrainer von Manchester City anders. Als Spieler habe sich der Katalane politisch sehr moderat gezeigt.

"Ich erinnere mich, dass Guardiola 1992 sehr moderat mit uns über Politik gesprochen hat. Wir konnten sogar darüber scherzen. Wenn es extreme Meinungen gab, war es egal. Wir zogen uns gegenseitig auf", so der Ex-Nationaltorhüter laut der Sporttageszeitung AS.

Man habe sich damals ungezwungen und fröhlich über Politik unterhalten können. "Das ist jetzt völlig anders. Jetzt ist alles ekelhaft, wir tolerieren uns nicht mehr", führt der ehemalige Keeper von Celta Vigo, Real Madrid und Valencia aus.

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Foto: Vitalii Vitleo / Shutterstock.com

"Guardiola freute sich immer über alle Einsätze für die Nationalmannschaft"

Guardiola habe sich auch nie dagegen gewehrt, für Spanien aufzulaufen. "Ihm ging es dort nie schlecht. Nur Oleguer (Ex-Barça-Verteidiger Oleguer Presas, Anm. d. Red.) bat Luis Aragonés (Spaniens Nationaltrainer) darum, nicht mehr nominiert zu werden."

Canizares weiter: "Das habe ich bei Guardiola nie gesehen - er freute sich immer über alle Einsätze für die Nationalmannschaft. Einmal haben wir geweint, nachdem wir verloren hatten. "

"Alle sind in einer Chat-Gruppe. Alle bis auf einen: Pep Guardiola "

Heute habe man keinen Kontakt mehr. "Wir alle, die an den Olympischen Spielen teilgenommen haben, sind in einer Chat-Gruppe, alle bis auf einen: Pep Guardiola."

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Foto: Vitalii Vitleo / Shutterstock.com

Warum Guardiola keinen Kontakt zu den Olympiasiegern von 1992  mehr hat, weiß Canizares nicht. Er mutmaßt: "Wahrscheinlich, weil er jetzt der berühmteste ist, also kritisiere ich ihn nicht dafür, dass er nicht im Chat ist. Ich verstehe, dass er viel Stress hat und seine Zeit nicht verschwenden muss."

Guardiolas politische Haltung kann Canizares aber nicht nachvollziehen. "Ich fühle mich sehr schlecht, wenn er schlecht über Spanien spricht", so der heute 50-Jährige. "Ich weiß nicht, warum er politisch jetzt so denkt."

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