Wirbel um Lopetegui :Trainer-Beben in Spanien: Xavi schießt gegen Real Madrid

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Foto: Rnoid / Shutterstock.com
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Am Mittwoch feuerte der spanische Fußballverband seinen Erfolgscoach Julen Lopetegui. Der Trainer hatte hinter dem Rücken des RFEF mit Real Madrid verhandelt.

Erst kurz vor der Bekanntgabe der Verpflichtung von Lopetegui wurde Verbandspräsident Luis Rubiales darüber informiert, dass Real die Ausstiegsklausel des Trainers ziehen wird.

Präsident Rubiales entließ Lopetegui daraufhin einen Tag später, zwei Tage vor dem WM-Auftakt gegen Portugal.

Xavi Hernandez kann die Entscheidung nachvollziehen. "Ich denke, Luis Rubiales hat das richtige getan, er muss die Interessen des Verbands vertreten", sagte die Barça-Ikone laut MARCA.

"Der Verband und die Seleccion sollten über jeder einzelnen Person stehen, und obwohl dies keine einfache Entscheidung war, war sie richtig."

Die Bekanntgabe des Wechsels von Lopetegui durch Real drei Tage vor dem Spiel gegen Portugal sei "unpassend und voreilig" gewesen, kritisierte Xavi die Königlichen.

Dass er die Kritik an Real aus Abneigung gegenüber dem Erzrivalen seines Heimatvereins Barça äußere, dementierte der 38-Jährige.

"Ich bin Barça-Anhänger, das weiß jeder. Aber ich hätte es auch kritisiert, wenn er zu Barça gegangen wäre", stellte Xavi gegenüber der Sporttageszeitung AS klar.

Die Interimslösung mit Fernando Hierro findet Xavi gut. "Hierro ist im Verband zu Hause, er hat große Erfahrung in kniffligen Situationen."

Xavi weiter: "Spieler wie Ramos, Busquets, Iniesta, Silva und auch die jungen Leute spielen in den großen Vereinen und können diese Situation meistern."