Juventus Turin :"Zyklus abschließen" - Juve-Boss erklärt Allegri-Aus

Foto: bestino / Shutterstock.com
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Massimiliano Allegri wollte weitermachen und seinen bis 2020 gültigen Vertrag erfüllen, doch er darf nicht. Juventus Turin setzt ihn zum Saisonende vor die Türe.

"Wir haben begriffen, dass dies der richtige Moment ist, um diesen Zyklus abzuschließen", begründete  Andrea Agnelli den Entschluss beim italienischen Rekordmeister.

Es sei die "schmerzhafteste Entscheidung" in seiner Zeit als Präsident der Alten Dame, versicherte Agnelli weiter.

Massimiliano Allegri, der in fünf Jahren fünf Meisterschaften und vier Pokalsiege feierte sowie zweimal ins Finale der Champions League einzog (2015 gegen den FC Barcelona verloren, 2017 gegen Real Madrid), wisse darum, als Trainer von Juventus Turin, "gewinnen zu müssen".

Zuletzt sei ihm das aber in der Coppa Italia sowie in der Königsklasse nicht gelungen. In beiden Wettbewerben war zu früh Schluss.

Der 51-Jährige betonte jedoch, eine intakte Mannschaft zu hinterlassen, denen das Sieger-Gen implantiert sei.

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Allegri weiter: "Wir haben uns zuletzt unterhalten, unsere Ideen für die Zukunft und was das Beste für Juventus ist ausgetauscht."

Der Erfolgscoach weiter: "Im Anschluss hat der Klub entschieden, dass es das Beste wäre, wenn ich ab nächster Saison nicht mehr Trainer sein werde."

Bei Juventus Turin hätte alle gemeinsam "fünf außergewöhnliche Jahre" gehabt, die nun enden werden.

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Wie es für Allegri weitergeht, ist offen. Der 51-Jährige wird bereits als Kandidat bei seinem Ex-Klub AC Mailand gehandelt.

Aber auch bei Paris Saint-Germain, wo Thomas Tuchel nach dem frühen Aus in der Champions League und der Finalniederlage im Pokal gegen Rennes unter Druck steht, hört man den Namen Allegri.

Ebenso wird der Italiener mit dem FC Chelsea in Verbindung gebracht.

Die Blues sind zwar "Best of the Rest" mit Platz drei in der Premier League geworden und können die Europa League gewinnen, doch mit einem Trainer wie Allegri auf dem Markt, könnten sie so oder so einen Wechsel an der Seitenlinie vornehmen.

Gleiches gilt für Bayern München, die mit Niko Kovac just Meister geworden sind und noch den DFB-Pokal holen können, aber auch eine gewisse Unzufriedenheit mit ihrem Coach verlauten ließen.

Für Allegri könnte auch ein Jahr Auszeit eine Option sein, wie er betonte. Dann hätte er Zeit für seine Familie und könnte "einfach mal Spaß haben".

Bei Juventus Turin wird Ex-Coach Antonio Conte heiß gehandelt.

Er gelte als Favorit und die Verantwortlichen bei der Alten Dame hätten sich schon für ihn entschieden – es fehlt Medienberichten zufolge nur noch das Okay des Kandidaten selbst.

Als Kandidaten gelten aber auch der derzeitige Lazio-Trainer Simone Inzaghi, Sinisa Mihajlovic vom FC Bologna, Maurizio Sarri vom FC Chelsea oder der Franzosen Didier Deschamps, der mit Frankreich letztes Jahr die Fußball-WM gewonnen hat und als Spieler fünf Jahre für Juve aktiv war.

Pep Guardiola hat bereits bekräftigt, in der neuen Saison definitiv Trainer bei Manchester City zu sein.

Als Option wurde auch Jose Mourinho genannt, der seit seinem Aus bei Manchester United vereinslos ist und in der Serie A bereits mit Inter Mailand Meister und Pokalsieger wurde sowie die Champions League gewann.

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