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Rivaldo: Biografie

Der 1972 in Paulista geborene Brasilianer Rivaldo Vítor Borba Ferreira, einer der torgefährlichsten Mittelfeldspieler der Welt, erdribbelte sich auf dem grünen Rasen die Titel Europas Fußballer des Jahres und Weltfußballer des Jahres 1999 und krönte seine Karriere mit einem UEFA-Supercup-Sieg und dem Weltmeistertitel 2002.

Nach dem Karriere-Anstoß bei Paulistano Pernambuco führte seine sportliche Reise über die Fußballfelder des Santa Cruz FC von Corinthians São Paulo und Palmeiras São Paulo bis zum FC Barcelona und zum AC Mailand. 2004 verließ er Italien in Richtung Griechenland, wo er für den Fußballverein Olympiakos Piräus und für AEK Athen spielte, 2008 fand er eine neue sportliche Heimat in Usbekistan. Von Bunjodkor Taschkent kehrte er 2011 in seine wirkliche Heimat Brasilien zurück, wo er beim FC São Paulo unter Vertrag steht.

Als Nationalspieler wurde Rivaldo Vize-Weltmeister 1998, Sieger der Copa América 1999 und Weltmeister 2002. Unvergessen bleibt sein legendärer Hattrick gegen den FC Valencia in der Schlussrunde der spanischen Fußballmeisterschaft 2001. Nach einem Freistoßtreffer und einem weiteren sehenswerten Tor schoss Rivaldo den FC Barcelona mit einem stilvollen Fallrückzieher in der 89. Minute in die Champions League.

Ausgerechnet beim Sturm auf seinen größten sportlichen Erfolg während der WM 2002 köpfelte sich Rivaldo selbst mit einer groben Unsportlichkeit ins Fairness-Abseits. Mit einem bühnenreifen Auftritt täuschte er eine Kopfverletzung vor und provozierte so den Platzverweis seines Gegenspielers Hakan Ünsal. Ob mit dem Ball oder mit Worten, wo Rivaldo mitspielt, wird scharf geschossen. Die Strafe für seine weltmeisterliche Unsportlichkeit konterte der Brasilianer mit den Worten: “Ich bedauere nichts. Im Fußball muss man eben clever sein“.

Im Streit-Duell gegen Barca-Trainer Louis van Gaal agierte er mit verbalen Fouls wie „Der Señor kann mir nur leid tun“, seinen Ehrgeiz bekundete er mit starken Treffern wie: „Ein zweiter Platz zählt in Brasilien nichts.“

Legendärer Fußball-Gigant oder unfairer Simulant – wer ist Rivaldo Vítor Borba Ferreira wirklich? Er selbst sieht sich als ruhigen, zurückhaltenden Menschen, Louis van Gaal warf ihm zu wenig Ehrgeiz und Einsatzwillen vor. Das Schweizer Medienportal Blick.ch nennt Rivaldo einen „asozialen Schwalbenkönig“, ein spanischer Radiosender darf den Fußballstar per Gerichtsbeschluss offiziell als „Esel“ und „Bauernfänger“ bezeichnen, Belgiens Coach Robert Waseige wiederum erkennt in dem Mittelfeldzauberer „eine Klasse, die den Unterschied ausmacht.“

Ob ablehnende Kritik oder totale Begeisterung, Rivaldo ist jedenfalls ein Fußballcharakter, der polarisiert. Ex-Teamkollege Julien Oteng-Mensah beschrieb es wohl am Besten mit: „Rivaldo, das ist es echt der Hammer!“

Rivaldo: Steckbrief

10 Rivaldo
Brasilien
Angriff
19.04.1972