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Xavi: Biografie

Xavier Hernández i Creus, 1980 in Terrassa in Katalonien geboren und seit 1991 beim FC Barcelona zu Hause, gilt als Kopf und Herz der Barca-Elf - das zentrale Mittelfeld des Teams eben. „Der beste Mittelfeldspieler, den der Klub je hatte" (Guardiola) wurde mit dem Klub, den er als „sein Leben“ bezeichnet, von 1999 bis 2011 sechs Mal spanischer Meister, gewann von 2005 bis 2011 vier Mal den Spanischen Superpokal und drei Mal die UEFA Champions League.

„Messi ist tödlich, aber Xavi ist meisterlich” (AS)

Im Jahr 2009 bewies der UEFA Mittelfeldspieler des Jahres seine Passgenauigkeit außer dem als bester Vorlagengeber der UEFA Champions League mit dem Sieg beim UEFA Super Cup, beim Spanischen Pokal und bei der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft. „Alle Jungs wollten nur nach vorne stürmen– mit Ausnahme von Xavi“, merkte schon sein Vater, der den Jungen in einer eigenen Fußballschule trainierte. Der Star der „zweiten Reihe“ bevorzugt das Zuspiel mit virtuoser Ballsicherheit und stoppt Angriffe meisterhaft. Mit „Stopp und Spiel“ schlägt das „Herz“ Barcas sicher und verlässlich im Zentrum des Teams, es bestimmt Tempo und Rhythmus und der strategisch kluge Kopf behält dabei stets die Übersicht. Mit Herz und Hirn verfolgt Xavi sein erklärtes Ziel, „mit Barca Fußball zu zeigen, der die Leute begeistert“ - laut Vertrag noch bis mindestens 2014. "Barcelona ist ein Wirbelsturm” schrieb die AS, “Messi ist tödlich, aber Xavi ist meisterlich.”

Im Nationalteam: Xavi als Lotterie

Im Jahr 2000 bestritt Xavi gegen die Niederlande sein erstes Spiel für die spanische Nationalelf, der er auch bei der WM 2002 und bei der EM 2004 angehörte. Trainer Luis Aragones beschloss, ihn 2006 zur WM in Deutschland in den Kader zu berufen, auch wenn seine mangelnde Torgefährlichkeit für Diskussionen sorgte. „Ein Lotteriespiel“, nannte es Aragones, „bei dem wir aber mehr aufs Spiel setzen, wenn wir Xavi zu Hause lassen.“ Dieser bedankte sich bei seinen vier Einsätzen mit einer großartigen Leistung und verhalf später der Selección als bester Spieler des Turniers bei der EM 2008 mit entscheidenden Pässen zum Europameistertitel. Xavi spielte auch in allen sieben Spielen der WM 2010 – passgenau zum ersten Fußball-Weltmeister-Titel in der Geschichte der La Furia Roja.

„Fußballerisch ein Tier und menschlich astrein" (Iker Casillas)

Mit Herz und Hirn gilt nicht nur für den Fußballer, sondern auch für den Menschen Xavier Hernández i Creus. Lob kommt nicht nur von seinem engen Freund David Villa, der dem Ballkünstler im menschlichen Umgang ein „noch besseres Gefühl“ bestätigt als im Umgang mit dem runden Leder. Selbst aus den Reihen der Erzrivalen Barcas ist nur das Beste zu hören: Iker Casillas, Kapitän und Torhüter bei Real Madrid, schätzt Xavi, der sich seinerseits auch stets – außerhalb des Fußballfeldes - um Deeskalation zwischen den Teams bemüht. Angriffslustige Wortmeldungen des Real-Trainers Jose Mourinho kommentierte Xavi, der lieber über Fußball als über „diese lächerlichen Dinge" spricht, mit: "Was da passiert ist, ist traurig.“

Privat liebt der - menschlich und spielerisch meisterhaft diplomatische - Stratege außer dem grünen Rasen in aller Welt die weiten Savannen in Kenia. Beim Reisen entdeckt er, dass das „Leben auch ohne Fußball schön sein kann.“

Xavi: Steckbrief

6 Xavi
Spanien
Mittelfeld
25.01.1980